Grundschule Esterwegen
Lernen und sich wohlfühlen

Anmerkungen zum pädagogischen Einsatz

Das Kollegium der GS Esterwegen ist mit großer Mehrheit der Überzeugung, dass Kinder bereits im Verlaufe ihrer Grundschulzeit grundlegende Kompetenzen für den rationalen, kreativen und kritischen Umgang mit moderner Informationstechnologie erwerben können. Sie sollen über die notwendigen Grundkenntnisse im Umgang mit dem Computer eine altersgemäße Nutzungskompetenz erwerben, die über das Lernen und Üben, die Informationsbeschaffung, den Informationsaustausch und die Präsentation eigener Ergebnisse bis hin zum generellen Einsatz als Arbeitsmittel im täglichen Unterricht reicht. Den Lehrkräften eröffnet der Computer zusätzliche Möglichkeiten der Inneren Differenzierung und Individualisierung des Unterrichtes. Bei der Weiterentwicklung von Formen des Offenen Unterrichts, wie z.B. Stationslernen und Werkstattunterricht, kann der PC die Eigentätigkeit der SchülerInnen besonders fördern. Grundsätzlich sollte jedes Unterrichtsfach, auch fächerübergreifend, für medienpädagogische Beiträge geeignet sein.Der Einsatz eines Computers darf nicht an die Stelle menschlicher Kommunikations- und Interaktionspartner treten, sondern soll den personalen Austausch auf eine andere Art zusätzlich fördern und unterstützen. Beim Einsatz des Computers im Unterricht ist zu berücksichtigen, dass Mädchen und Jungen hinsichtlich ihrer Vorkenntnisse und der Herangehensweise unterschiedliche Erfahrungen aufweisen können. Bei der Vermittlung von Grundfertigkeiten muss dieser Tatsache nach dem Prinzip des Gender Mainstreaming Rechnung getragen werden.
Die Entscheidung über einen Medieneinsatz ergibt sich aus der Didaktik des Lerngegenstandes, nicht allein durch die mediale Darstellungsform. Der Schwerpunkt der grundschulspezifischen IT - Medien - Didaktik liegt nicht im theoretischen oder technischen Bereich, sondern in der praktischen Anwendung im täglichen Unterricht. Dies kann in Förder- und Forderprogrammen geschehen, im Bereich Deutsch als Zweitsprache (in der Regel in Kleingruppen), zur Informationsbeschaffung im Deutschunterricht (z.B. Rechtschreib- oder Grammatikregeln), oder im Sachunterricht (z.B. Informationsbeschaffung über bestimmte Sachthemen per Internet), im Fremdsprachenunterricht oder aber grundsätzlich auch in jedem anderen beliebigen Fach und natürlich auch fachübergreifend in Projekten. Daher findet der im Primarbereich genutzte PC seinen Platz  nicht vorrangig in einem separaten Computerraum, sondern im Klassenzimmer, wo er grundsätzlich jederzeit allen Schulkindern in jedem Fach zur Verfügung steht und auch eine spontane Einbeziehung in den Unterrichtsablauf jederzeit möglich ist. Dieses bedingt weiterhin, dass an der Grundschule nicht nur wenige Fachleute hochspeziellen Computerunterricht erteilen oder Projekte durchführen, sondern dass tendenziell alle Lehrkräfte den PC im Unterricht permanent einsetzen, also auch die entsprechenden Kompetenzen besitzen müssen. Bei diesem Ansatz ist es deshalb notwendig, dass in jedem Klassenraum mindestens 2 - 3 PCs  zur Verfügung stehen, von denen wenigstens einer ein moderner Multimedia -PC mit Internetanschluss sein muss, der zur Ermöglichung einer externen Kommunikation der Klasse mit Klassen anderer Schulen unbedingt erforderlich ist. Zur schulinternen gemeinsamen Nutzung von Programmen und zum Datenaustausch mit anderen Klassen ist eine Vernetzung der PC untereinander vorhanden.

 

Die Multimedia-Ecken mit 2 oder 3  Multimedia - PC und Internetanschluss bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten: z.B.: 

1) als Selbstlernstation zum computergestützten Fördern und Fordern
    im Stationsunterricht, in Kleingruppen (auch Förderunterricht) oder
    in der Einzelarbeit 

2) in interaktivem Zusammenarbeiten, auch über Klassen- und
    Schulgrenzen hinweg 

3) durch computergestützten gemeinsamen Unterricht unter Einsatz
    eines Beamers

Für Präsentationen von Arbeitsergebnissen und die Vorführungen von audiovisuellen Darstellungen jeglicher Art stehen drei mobile Multimedia-Stationen zur Verfügung. In einer „Mediothek“ wird eine umfangreiche Sammlung aktueller Software (Lern- und Übungssoftware) vorgehalten, die von allen Lehrkräften jederzeit abgerufen werden kann. Für Projekte verschiedener Art in Arbeitsgemeinschaften und Kleingruppen wäre ein Computerraum mit mindestens sieben Arbeitsplätzen wünschenswert.
Wegen mangelnder räumlicher und finanzieller Möglichkeiten lässt sich dieses Vorhaben
aber derzeit nicht realisieren, soll aber für die Zukunft nicht aus den Augen verloren werden. Die intensive individuelle Kommunikation mit Schülerinnen und Schülern anderer Schulen ist geplant. Eine Kooperation mit einigen Grundschulen besteht bereits auf der Ebene von Freiarbeits-Treffen einzelner Kolleginnen und Kollegen mit Lehrkräften anderer Schulen (Arbeitskreis "Freiarbeit in der Grundschule" - Esterwegen, Groß Berßen-Hüven, Klein Berßen, Sögel, Spahnharrenstätte, Werlte, Werpeloh) und soll zu einer Kommunikationsebene für Schülerinnen und Schüler ausgebaut werden.

 

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